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Mentalhygiene durch Meditation

Veröffentlicht am:

„Health is the greatest gift, contentment the greatest wealth, faithfulness the best relationship.“ (Siddharta)

Mentalhygiene als Teil der Gesundheitsfürsorge

Wer kennt diese Aussagen nicht: Sport hält uns fit, und eine ausgewogene Ernährung trägt zur Gesundheitsförderung bei. Dies ist soweit im Allgemeinen auch korrekt. Doch ein Aspekt, der in Anbetracht der Gesunderhaltung im Wesentlichen deutlich zu kurz kommt, ist die mentale Hygiene. Wie viele Menschen nehmen sich denn wirklich täglich die Zeit, um nur wenige Minuten in Ruhe zu sein und beispielsweise dem eigenen Atem zu lauschen?!

Meditation als Mentalhygiene

Der Aspekt der Meditation und geistigen Ruhe wird (gerade in der westlichen Welt) in den letzten Jahren zwar immer mehr. Von einer Selbstverständlichkeit im Rahmen der eigenen Gesundheitsfürsorge sind wir hier zu Lande aber noch weit entfernt. Dabei gibt es mittlerweile diverse Studien, die die positiven Wirkungen von regelmäßigen Meditationsübungen belegen. Eine Studie der Harvard Medical School hat gezeigt: Wenn der Geist transzendiert, erfährt der Körper einen Zustand der Ruhe, die viel tiefer ist als im Tiefschlaf und auch viel schneller erreicht wird.

Meditation und Traumata

In dieser tiefen Ruhe kann der Körper auch die tiefsten traumatischen Belastungen innerhalb von wenigen Wochen auflösen. Eine Studie mit Kriegsveteranen, die unter dem posttraumatischen Belastungssyndrom litten, zeigte bei der Meditationsgruppe signifikante Verbesserungen. 70% der Veteranen waren nach 3 Monaten geheilt, während die Kontrollgruppe, die mit dem Standardprogramm der Psychotherapie behandelt wurde, keinerlei Fortschritt zeigte.

Meditation und Hirnforschung

In der Hirnforschung wird Meditation in erster Linie als „mentales Training“ verstanden, das zu verbesserter Selbstwahrnehmung und Selbstregulation führt. Damit einher geht eine Beeinflussung des vegetativen Nervensystems im Sinne einer Entspannungsreaktion. Ein weiterer Schwerpunkt der Forschung liegt auf der Regulation von Emotionen. Hier interessiert beispielsweise die Frage, wie durch das Üben von Achtsamkeit der Umgang mit Schmerzen, Ängsten, Depression oder Süchten günstig beeinflusst werden kann. Ein anderer Strang der Forschung untersucht, wie mittels meditativer Schulung positive Emotionen wie Mitgefühl und liebevolle Güte kultiviert werden können.

Erforschung von Meditation mit bildgebenden Verfahren

Seit im Jahr 2000 die erste Studie mit funktioneller Magnetresonanztomographie erschien hat sich die Erforschung der Meditation mit bildgebenden Verfahren rasant entwickelt. In einer Reihe von Längsschnittstudien konnte gezeigt werden, dass bereits nach acht Wochen Training mit täglich 45 Minuten Übungsdauer eine signifikante Verdichtung der grauen Substanz im Hippocampus zu beobachten ist. Bei dem Hippocampus handelt es sich um eine Struktur, die umgekehrt bei Dauerstress durch einen hohen Cortisolspiegel im Blut geschädigt werden kann. Die Abnahme der subjektiven Stressbelastung war zudem mit einer Abnahme der Dichte der grauen Substanz in der Amygdala verbunden, die unter anderem eine wichtige Rolle bei der Auslösung von Angstreaktionen spielt.

Wirkungsweisen von Meditation als Teil von Mentalhygiene

Die Möglichkeit, das Nervensystem durch Training zu verändern, um so Verhaltensänderungen zu bewirken, ist für das Verständnis der Wirkungen von Meditation grundlegend. Im therapeutischen Kontext geht es zudem darum, Körperempfindungen, Emotionen und Gedanken beobachten zu lernen, um starre Reaktionsmuster zu erkennen und durch eine größere Freiheit für alternative Sicht– und Reaktionsweisen zu überwinden.

Meditation und Hirnalterung

Die damit verbundene geistige Präsenz und Flexibilität könnten sich sogar in einer verlangsamten Hirnalterung niederschlagen. Auf diese Möglichkeit weisen gleich mehrere Forschungsgruppen hin. Zudem wird ein achtsamer Lebensstil als wichtiges Element der Prävention von Alzheimer-Demenz vorgeschlagen. Alles in allem scheint es ganz sinnvoll zu sein, den alten Hinweis von „Sitz nicht nur ‘rum, tu was!“, regelmäßig in „Tu nicht nur was, sitz mal rum“, zu verkehren.

Dieser Text wurde im Rahmen seiner Tätigkeit in der Heil-und Chiropraxis von Heilpraktiker und Osteopath Julian Fiedler verfasst. Er selber schwört auf Meditation als Teil einer gelingenden Selbstfürsorge. Wenn du auf diesem Blog mehr zum Thema Meditation lesen möchtest, dann schau gerne hier vorbei. Aus den im Text genannten guten Gründen bieten wir in der Heil- und Chiropraxis jeden Dienstag eine Meditationsgruppe an. Wenn du mehr hierzu wissen möchtest, dann schau gerne hier vorbei oder schreibe uns an mallok@heilpraktiker-mallok.de