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 Trau dich!

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Yoga? – Nicht für mich!?

Wir alle wissen eigentlich in unserem tiefsten Inneren, was gut für uns ist. Damit meine ich nicht den köstlichen Apfelkuchen, den wir schon als Kind so geliebt haben. Ich werde in letzter Zeit des Öfteren auf meine Yogakurse angesprochen, weil Bewegung für die Gesundheit empfohlen wurde. Eine Empfehlung, die bei dem Einen oder der Anderen erst einmal leichte Panik hervorruft. Die sozialen Netzwerke sind mittlerweile voll von Yogahaltungen, die als Kunstturnerin mit Anfang zwanzig möglich sind. Für einen an Rückenschmerzen Leidenden wirken sie auf den ersten Blick oftmals eher abschreckend. Von der gesundheitlichen Konstitution einmal abgesehen ist es zudem das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten, Neues auszuprobieren. Wir müssen „Ja“ zu uns selbst sagen, um den ersten Schritt gehen zu können.

Die Macht der Ausreden

Die Liste der Ausreden, warum ein Yogakurs auf gar keinen Fall in Frage kommt, wird dabei innerlich kontinuierlich erweitert. „Ich bin so ungelenkig“,  ist der häufigste Satz, den ich zu hören bekomme. Wenn dann noch die Freundin der Nachbarin von deren Cousines Mann erzählt, dass es vielleicht zu Problemen mit dem Knie oder einem anderen Körperteil kam, dann sind wir uns schnell sicher „das ist nichts für mich“. Der Rückzug auf die Couch, mit Omas Apfelkuchen, sollte es allerdings auch nicht sein.

Raus aus der Komfortzone

Als ich vor 15 Jahren das erste Mal meine Yogamatte ausrollte war ich skeptisch, weil ich nicht wusste, auf was ich mich einlassen würde. Innere Zweifel ließen mich bestimmt einige Monate immer neue Ausreden finden, bis eines Abends meine Freundin spontan vor mir stand und mich mitnahm. Das Schöne an Selbstzweifeln ist, dass sie uns in unserem gewohnten Umfeld festhalten. Das Hamsterrad, in dem wir Tag ein und Tag aus laufen, ist bekannt. Wir sind uns bewusst, dass die Umstände nicht schön sind, aber wir wissen mit unseren Unzulänglichkeiten umzugehen. Und zur Not, so schreit unser skeptisches Inneres, gibt es ja Schmerzmittel.

Yoga ist für jeden

Die Entscheidung, was wir tun wollen, dürfen, sollen oder müssen kann uns niemand abnehmen. Aber wir dürfen uns in jedem Fall auf wunderbare Yogastunden freuen, wenn wir uns in kompetente Hände begeben. Yogastile gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, und ich empfehle gerne, den einen oder anderen Stil auszuprobieren. Die Auswahl ist so vielfältig wie ihre Lehrer. Ashtanga Yoga, Jivamukti Yoga, Power Yoga, Kundalini Yoga, ruhiges YinYoga, Restoratives Yoga, VinyasaFlow Yoga, Aerial Yoga, um nur einige zu nennen. Dies lässt erahnen, dass für jeden etwas dabei sein könnte.

Der unschätzbare Wert des Yoga

Yoga zu üben heißt nicht, mit dem lieb gewonnenen Tennis- oder Fußballtraining aufzuhören. Es darf auch weiter gejoggt werden. Wir  können unsere vielen anderen Freizeitaktivitäten mit unserer Yogapraxis sehr gut ergänzen. Beweglichkeit, Kraftaufbau und Balance sind bis ins hohe Alter von unschätzbarem Wert. Voraussetzung ist, dass wir eine Yogalehrerin oder einen Yogalehrer finden, dem wir vertrauen, uns ein Stück auf unserem Weg zu begleiten. Und das in dem Maße, wie wir es wünschen. Eine Lehrerin oder ein Lehrer, der uns hilft, auch mal über den Tellerrand zu gucken. Der unsere Stärken ebenso wahrnimmt wie unsere Schwächen. Der uns dabei hilft, unsere Selbstzweifel in Selbstvertrauen umzuwandeln.

I do it my way

Es ist nicht wichtig, Haltungen besonders schön auszuführen. Vielmehr sollten wir auf unsere körperliche und geistige Konstitution abgestimmt praktizieren. Nur dann wird unser Körper Verspannungen loslassen und unser Geist ebenfalls entspannen. So geben wir unserem Gewebe die Chance sich zu lösen, so dass unser Atem wieder frei und bewusst fließen kann.

Mein erster Schritt auf die Yogamatte ist mittlerweile 15 Jahre her, und ich habe ihn bis heute nicht einen Tag bereut…

ein mutiges Namasté,
Michaela Wendt

Author: Michaela Wendt
Tags: Yoga