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Indikationen und Kontraindikationen für Osteopathie

Veröffentlicht am:

„Frag nicht, ob es ein Fall für die Osteopathie ist, sondern was die Osteopathie für den Fall tun kann.“
(J.M. Littlejohn D.O.)

Osteopathie – bei jeder Erkrankung hilfreich?

Obwohl Osteopathie bereits seit einigen Jahren in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, kommt es nicht selten vor, dass Menschen sich fragen, in welchen Fällen ein Besuch beim Osteopathen angezeigt ist und in welchen eher nicht. Grundsätzlich gibt es kaum einen Fall, bei dem die Osteopathie nicht hilfreich bzw. unterstützend sein kann, wie schon das obige Zitat deutlich macht. Dennoch gibt es selbstverständlich eindeutige Indikationen und auch ein paar nennenswerte Kontraindikationen.

Philosophie der Osteopathie

Die Osteopathie fußt auf den drei Prinzipien

  1. Der Körper ist eine biologische Einheit.
  2. Der menschliche Körper verfügt über die Fähigkeit zur Selbstheilung.
  3. Struktur formt Funktion – Funktion formt Struktur.

Daher kann man sagen, dass philosophisch gesehen jeder „Erkrankungsprozess“, der eine funktionelle und / oder strukturelle Veränderung des Körpers hervorruft, in der ein oder anderen Weise von osteopathischer Behandlung profitieren kann.

Indikationen für Osteopathie

Im Folgenden möchten wir auf die „klassischen“ Indikationen für eine osteopathische Behandlung eingehen. Diese lauten:

  • Schmerzen unterschiedlichster Art
  • funktionelle Verdauungsbeschwerden
  • Immunschwäche
  • vegetative Dysregulation
  • funktionelle Störungen des Kindes, z.B. Trinkstörungen beim Säugling

Zu den typischen Indikationen der Osteopathie gehören Schmerzen aller Art: Gelenkschmerzen verursacht z.B. durch Gelenkblockaden sowie Kopfschmerzen wie Migräne oder Spannungskopfschmerz, aber auch Magenschmerzen. Ebenso zählen Beschwerden des Verdauungssystems wie Blähungen, Verstopfung oder chronischer Durchfall zum Behandlungsfeld der Osteopathie. Neben diesen bekannten Symptomen ist die Osteopathie auch eine sinnvolle unterstützende Therapieform bei Immunschwäche (Infektneigung, chronische Nasennebenhöhlenentzündungen). Auch vegetative Fehlregulationen wie Schwindel, Müdigkeit und Abgeschlagenheit sind Indikationen für eine osteopathische Behandlung. Ein großer Wirkungsbereich innerhalb der Osteopathie ist zudem die Arbeit mit Säuglingen und Kleinkindern, die unter Symptomen wie Blockaden, Trinkstörungen, Bauchschmerzen u.v.m. leiden.

Relative Kontraindikationen für Osteopathie

  • Tumorerkrankungen
  • Osteoporose (z.B. in Folge einer Langzeit-Cortioson-Therapie)
  • infektbedingte Erkrankungen

Eindeutige Kontraindikationen sind in der Osteopathie deutlich schwerer zu formulieren als Indikationen. Der Osteopath sollte keinen fiebernden Patienten behandeln, da dieser sich bereits in einem sinnvollen Regulationsprozess befindet (Fieber ist die sinngemäße Antwort des Körpers auf die Infektion).

  1. Da die Osteopathie jedoch keine schulmedizinische Untersuchung ersetzt und auch keine Notfallmedizin darstellt, sollte bei akuten Infekten (mit Fieber) – auch zum Schutz des Therapeuten – sowie bei Gerinnungsstörungen, bei systemischen Erkrankungen und bei Strukturveränderungen der ärztliche Rat vor der Osteopathiebehandlung geholt werden.
  2. Aufzuzählen sind daher noch relative Kontraindikationen, die individuell betrachtet eine Indikation oder Kontraindikation darstellen.
  3. Bei Tumorerkrankungen können einige Techniken kontraindiziert sein, widerum ist eine Steigerung des Stoffwechsels durch Osteopathie sehr förderlich.
  4. Genauso sind für Patienten mit Osteoporose und nach bzw. während Langzeitcortison-Therapie einige Techniken kontraindiziert, allerdings gibt es hervorragende sanfte Techniken, um den Therapieerfolg ebenso zu erzielen.
  5. Wie bereits erwähnt, sind akute Infekte und Fieber – besonders zum Schutz des behandelnen Osteopathen nicht indiziert. Jedoch lässt sich schon in alten Werken von Andrew Taylor Still nachlesen, dass die Osteopathie Immunsystem aktivierende Wirkung erzielt.

Osteopathie ist unser Schwerpunkt- und Herzensthema. Dieser Grundlagentext wurde von Heilpraktikerin und Osteopathin Liske Brakel-Ollenschläger verfasst und soll zu einem besseren Verständnis für das osteopathische Tun beitragen. Du findest bei den Gesundheits-Experten noch viele weitere Texte zum Thema Osteopathie, unter anderem hier. Wenn du Interesse hast selbst einmal eine osteopathische Behandlung in Anspruch zu nehmen, dann schau gerne hier vorbei.