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Migräne – Gewitter im Kopf

Veröffentlicht am:

„Migräne – Kopfschmerz der Perfektionisten“

Migräne

Das Leitsymptom einer Migräne sind Kopfschmerzen. Gleichwohl unterscheiden sich diese in ihrem Charakter und ihrer Ausprägung stark von normalen Spannungskopfschmerzen. Hinzu kommen weitere belastende Symptome. Eine Migräne verläuft meist in vier unterschiedlichen Phasen, auf die im Nachfolgenden kurz eingegangen werden soll.

Phasen einer Migräne – Phase 1 (Vorbotenphase)

Einige Patienten/- innen spüren bereits einige Tage vorher, dass sich möglicherweise eine Migräne anbahnt. In dieser sogenannten Vorbotenphase kann es zu Symptomen wie Schlafproblemen, Konzentrationsstörungen oder Stimmungsschwankungen kommen. Abgesehen davon ist bekannt, dass unspezifische Magen-Darm-Beschwerden und Heißhunger auf bestimmte Lebensmittel auftreten können. Patienten/- innen, die damit vertraut sind, wissen in dieser Phase bereits, was sie im Nachfolgenden erwartet.

Phasen einer Migräne – Phase 2 (Auraphase)

Ein bis zwei Tage nach der Vorbotenphase kommt es meist zur akuten Phase. Bei Menschen, die an Migräne mit Aura leiden, treten meist unmittelbar vor Beginn der Kopfschmerzen Symptome wie Sehstörungen (besonders häufig Lichtblitze und/oder Gesichtsfeldausfälle), Sprachstörungen, halbseitige Lähmungen oder sogar Halluzinationen auf (Auraphase).

Phasen einer Migräne – Phase 3 (Kopfschmerzphase)

In der dritten Phase kommt es bei den Betroffenen zu lähmenden, meist einseitigen Kopfschmerzen, die einen pochenden, pulsierenden oder bohrenden Charakter haben und durch Bewegung schlimmer werden können. Die Schmerzen, die zwischen 4 und 72 Stunden anhalten können, wandern gelegentlich von der einen zur anderen Seite und können in der Stärke stark variieren. Wichtig ist zu wissen, dass die Kopfschmerzen nicht zwingend auftreten müssen. Folglich kann es sich ebenfalls um eine Migräneanfall handeln, wenn es neben der Aura nicht zu Kopfschmerzen kommt.

Begleitende Symptome

Während einer Migräneattacke kann es neben den Kopfschmerzen zu weiteren unangenehmen Symptomen wie Übelkeit oder Erbrechen kommen. Darüber hinaus sind viele Betroffene  in Phase 3 sehr empfindlich gegenüber Licht und Lärm sowie gegenüber bestimmten Gerüchen.

Phasen einer Migräne – Phase 4 (Erholungsphase)

Eine Migräne-Attacke ist für die Betroffenen meist sehr anstrengend, und es kann bis zu zwei Tage dauern, bis die möglichen Folgesymptome wie Erschöpfung, Abgeschlagenheit und eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit komplett abgeklungen sind. Folglich ist es in der sogenannten Erholungsphase sehr, sehr wichtig, dem vermutlich gesteigertem Bedürfnis nach Schlaf nachzugeben und überdies dem Körper die Möglichkeit zu geben, wieder zu Kräften zu kommen.

Migräne und Psyche

Migräne kann sich für Betroffene sehr stark auf die Lebensqualität auswirken. Infolgedessen leidet nicht selten ihr allgemeiner psychischer Zustand darunter, da es den Betroffenen mitunter über längere Zeiträume nicht möglich ist, am normalen Alltag teilzunehmen. Depressive Verstimmungen können die Folge sein. Wir haben daher für alle Migränepatienten/- innen einmal die 10 Goldenen Regeln bei Migräne-Neigung aufgeschrieben. Bestenfalls kann hierdurch erreicht werden, dass infolge die Frequenz der Migräneattacken auf Null, zumindest aber auf ein erträgliches Maß reduziert wird.

Zehn goldene Regeln bei Migräne

1. Vermeide die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln. Oder anders gesagt versuche einmal, zunächst mit weniger Medikamenten auszukommen, ehe du ganz darauf verzichten kannst.

2. Registriere sorgsam die Auslöser deiner Migräne-Anfälle. Wichtig ist, dass du weißt, worauf du achten musst. Ganz gleich, ob es sich um bestimmte Nahrungsmittel handelt, oder ob es um ungünstige Wetterverhältnisse oder Lebensumstände geht.

3. Überprüfe deine Ernährungsgewohnheiten. Vermeide jedes Zuviel an Fett, Süßigkeiten, Zitrusfrüchten, Kaffee, Alkohol und Nikotin.

4. Entspanne regelmäßig mit Autogenem Training, Yoga, Musik. Schaffe dir sooft wie möglich einen körperlichen Ausgleich durch ein Hobby und sportliche Aktivitäten.

5. Hüte dich vor übermäßigem Lärm, und setze dich keiner starken Licht- oder Sonneneinwirkung aus.

6. Überprüfe deine hohen Ansprüche und Erwartungen an dich selbst und andere. Setze diese nicht zu hoch an und sieh schließlich auch einmal über etwas hinweg.

7. Versuche psychologische Belastungen wie Sorgen, Verantwortung und Streß abzubauen. Lerne auch mal, Nein zu sagen. Überfordere dich nicht.

8. Vermeide starke Gemütsregungen. Das gilt zum Beispiel für Gespräche, Lektüre und ganz besonders für das Fernsehprogramm.

9. Beachte die Signale deines Körpers. Bemühe dich herauszufinden, was der Schmerz dir sagen will.

10. Bedenke, dass du mit deinem Problem nicht allein dastehst. Anders gesagt: Du darfst dir auf jeden Fall Hilfe holen.

Author: Alexander Mallok
Tags: Selbstfürsorge