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Mondphasen und Yoga

Veröffentlicht am: 22. März 2019

Der Mond ist aufgegangen

Ist es nicht wunderschön, wenn wir abends bei klarer Sicht auf den Sternenhimmel den Mond sehen können? Wie kein anderes Naturobjekt zeigt uns der Mond innerhalb kürzester Zeit, was es heißt sich zu verwandeln. Von der Dunkelheit der Neumondnacht in das prachtvolle Licht des Vollmondes. Über die abnehmende Mondphase zurück zum Neumond. Und das innerhalb von neunundzwanzig Tagen. Er ist so wandelbar und wunderbar.

Wenn wir an die Gezeiten denken, dann wissen wir, dass Ebbe auf Flut folgt und nach der Flut die Ebbe kommt. Der Mond hat seinen Einfluss darauf. Auch wir bestehen zu 70 Prozent aus Wasser und fühlen uns mal mehr und mal weniger von der Anziehungskraft des Mondes beeinflusst.

Der Yogaphilosophie nach sind gerade die Vollmond- und Neumondtage besondere Tage. Im klassischen Ashtanga-Yoga bleiben an Neumond- und Vollmondtagen die Yogaschulen und Shalas geschlossen, weil sich die Lehrer verschiedenen Ritualen widmen. Es wird empfohlen zu meditieren und, wenn einem danach ist, ruhiges Yin-Yoga zu praktizieren. Die Meinung, dass der Vollmond leichtsinnig und unkonzentriert mache, konnte bislang nicht bestätigt werden. Dass das Verletzungsrisiko während einer fließend dynamischen Praxis in dieser Zeit erhöht sei ebenfalls nicht. Auf seinen Körper, Geist und die Seele zu achten sollte in jeder Yogastunde Priorität haben und nicht nur bei Vollmond oder Neumond.

Die Mondphase als Indikator für die energetische Qualität des Universums

Wenn du eine eigene Yogapraxis für dich entwickelt hast und regelmäßig zu Hause übst, dann wirst du mit der Zeit eine tägliche Energiequalität spüren. Das ist kein esoterischer Schnickschnack, sondern dein eigenes Bedürfnis nach Ruhe oder kraftvollen Bewegungen. Nach Meditation, dem Rezitieren eines Mantras oder dem Lesen in den yogischen Schriften. Jede Jahreszeit, jeder Monat, jede Woche, jeder Tag und jeder Augenblick hat eine eigene Energie. Wir können unsere eigene Praxis viel mehr genießen, wenn wir mit der Energie gehen.

Das bedeutet, dass wir nach einem üppigen Mittagessen nicht in Hand- und Kopfstände gehen, sondern überhaupt erst mal eine kleine Pause machen. Genauso wenig ist es sinnvoll, total erschöpft eine sehr fordernde Yogaeinheit zu praktizieren. Restoratives Yoga, sanfte Atemübungen oder ruhiger Yin-Yoga können dir dann aber helfen zu entspannen. Es gibt allerdings auch Tage, an denen wir uns ein bisschen schlapp fühlen und bewegende Sonnengrüße und Drehhaltungen, die auch als Twists bekannt sind, als Wohltat empfinden.

Ich könnte noch unendlich viele Beispiele nennen, möchte aber an diesem Punkt jeden ermutigen, in sich selber hinein zu spüren. Und das vor allem auch, wenn du eine Yogaklasse besuchst. Versuche immer, bei dir selber zu bleiben, egal, was deine Mattennachbarin oder dein Mattennachbar aus den verschiedenen Haltungen (Asanas) macht. Mit Kopfschmerzen muss man keine Umkehrhaltungen üben, sondern darf es sich in einer angemesseneren Haltung bequem machen.

Jeden Monat befindet sich der Vollmond in einem anderen Tierkreiszeichen, das seine individuellen Entsprechungen im Körper hat. Während ich diesen Text schreibe haben wir den Vollmond heute, am 21. März 2019, in der Waage. Der Waage sind die Hüften, die Nieren und die Blase zugeordnet und das bedeutet, dass wir diesen Körperteilen besondere Aufmerksamkeit schenken und achtsam mit ihnen sind. Haltungen, die diese Körperregionen sanft anregen und unterstützen, können gut tun.

Übung für deine spirituelle Praxis:

Hier eine kleine Übung dazu: Lege dich auf den Rücken und stelle die Füße hüftbreit unter deinen Knien auf. Die Arme liegen entspannt neben deinem Körper. Die Handflächen zeigen nach oben. Schließe vielleicht die Augen und beobachte ein paar Atemzüge, wie der Atem in dich einströmt und ausströmt.

Dann beginne nach der Einatmung die Füße mit der Ausatmung sanft in den Boden zu pressen, so dass sich dein Becken anfängt etwas zu kippen. Fast so als wolltest du mit deinem Gesäß etwas hochkommen, was du allerdings nicht wirklich tust. Mit der Einatmung entspannst du wieder und lässt dein Becken in die neutrale Anfangsposition zurücksinken. Langsam wiegst du dein Becken mit jedem Ein- und Ausatmen. Im Anschluss kannst du deine Beine ausstrecken und unter einer Decke für ein paar Minuten in der Rückenlage (Shavasana) entspannen…

Ein nächtliches Namasté,

Michaela Wendt

Author: Michaela Wendt
Tags: Yoga