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Rheuma – ein „fließender“ Schmerz

Veröffentlicht am:

Definition Rheuma nach der WHO

Für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Rheuma der Überbegriff für Erkrankungen, die an den Bewegungsorganen auftreten und fast immer mit Schmerz und häufig mit Bewegungseinschränkungen verbunden sind.

Entzündlich-rheumatische Erkrankungen

Bei den entzündlich-rheumatischen Erkrankungen findet sich die Entzündung nicht nur örtlich auf eine oder mehrere Gelenke begrenzt, sondern sie hat als Systemerkrankung den gesamten Körper befallen. Die Betroffenen fühlen sich allgemein krank und leistungseingeschränkt. Der entzündliche Prozess ist meist auch (aber nicht immer) anhand der Entzündungswerte im Blut nachweisbar. Die wichtigste und bekannteste entzündliche rheumatische Erkrankung ist die chronische Polyarthritis, auch rheumatoide Arthritis genannt.

Degenerative Gelenkerkrankungen

Bei den sehr weit verbreiteten degenerativen Gelenkerkrankungen (Arthrosen) kommt es zu Schäden des Gelenkknorpels, z. B. im Hüft- oder Kniegelenk. Dabei kann es sich einerseits um rein altersbedingte Veränderungen („Verschleiß“) handeln, andererseits können Vorschäden die Ursache sein. Schmerzen und Bewegungseinschränkungen sowie manchmal eine örtliche Gelenkentzündung sind die Folge. Die Ursachen der vorzeitigen Knorpelzerstörung können eine zu flach ausgebildete Hüftpfanne, ein Knochenbruch, starke Fehlstellungen, übermäßige Belastungen des Gelenkes oder eine Schwäche des Knorpelstoffwechsels sein. Auch die Bandscheiben können durch Fehlstellung der Wirbelsäule oder Überlastung vorzeitig verschleißen. Die Folge sind Arthrosen der kleinen
Wirbelgelenke, die zu starken Schmerzen in der Wirbelsäule führen können.

Nicht entzündliche weichteilrheumatische Erkrankungen

Die größte Gruppe des rheumatischen Formenkreises umfasst die (nicht entzündlichen) weichteilrheumatischen Erkrankungen. Sie treten durch Überlastung von Muskeln und Reizungen von Sehnen und anderen Weichteilgeweben auf. Gewebe werden dabei nicht zerstört, weshalb die Erkrankungen auch Funktionsstörungen genannt werden.
Eine sehr ausgedehnte Form des Weichteilrheumatismus ist das sogenannte Fibromyalgie-Syndrom, das zu den chronischen Schmerzerkrankungen gezählt wird. Dieses z. T. sehr heftige Erkrankungsbild geht häufig mit depressiven Persönlichkeitsveränderungen (Dysthymia) einher und beruht unserer Erfahrung nach vermutlich auf chronischen hormonellen Funktionsstörungen (funktionelle Nebenniereninsuffizienz).

Möglichkeiten der osteopathischen sowie naturheilkundlichen Therapie bei Rheuma

Der größte Teil der rheumatischen Erkrankungen verläuft chronisch, d. h., die Erkrankungen können zwar heute meist wirksam behandelt, aber nicht völlig geheilt werden. Umso wichtiger ist es, dass die Betroffenen nicht nur frühzeitig professionelle Therapie erfahren, sondern auch Informationen, Rat und Hilfe zur Selbsthilfe bekommen. Zur Therapie rheumatischer Erkrankungen stehen neben einem Anamnesegespräch und der eingehenden körperlichen Untersuchung im Rahmen einer osteopathischen Behandlung bei uns in der Heil- und Chiropraxis vor allem komplexe Blutuntersuchungen im Vordergrund, um eine rheumatische Erkrankung zu beweisen und die Art der rheumatischen Erkrankung zu differenzieren.

Osteopathie und ergänzende naturheilkundliche Maßnahmen bei Rheuma

Mit einer Kombination aus auf die Probleme des Patienten abzielender symptomatisch orientierter osteopathischer und naturheilkundlicher Therapie lassen sich schwere rheumatische Erkrankungsbilder oft wesentlich lindern oder sogar komplett aufhalten. Hier wären z.B. Maßnahmen der Stoffwechseloptimierung (z.B. Darmsanierung) und naturheilkundliche antientzündliche Maßnahmen (Pflanzenheilkunde wie Weidenrinde, Teufelskralle etc.) oder homöopathische Maßnahmen (z.B. Mittel wie Bryonia, Rhus Toxicodendron) angezeigt.

Author: Alexander Mallok
Tags: Krankheitsbilder