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Stress: Die überforderte Gesellschaft

Veröffentlicht am:

Was ist Überforderung?

Viele Menschen in unserer heutigen Zeit leiden unter den Folgen einer chronischen Überforderung. Wir leben sozusagen in einer überstressten Gesellschaft, in der Stress als Beweis unserer Leistungsfähigkeit gewertet wird. Stress wird als die Unfähigkeit des Körpers angesehen, sich noch länger an die Anforderungen seiner Umwelt und die von Innen und Außen kommenden Reize zu adaptieren (= anzupassen).

Typische stressinduzierte Symptome

Stress kann sich auf viele unterschiedliche Arten und Weisen zeigen. Jeder Mensch hat meistens eine Schwachstelle, also einen Bereich des Körpers, der Probleme macht, wenn die Kompensationsfähigkeiten unseres Körpers aufgebraucht sind. Bei dem Einen ist das beispielsweise der Magen-Darm-Bereich, bei dem Anderen vielleicht das Herz-Kreislaufsystem. Häufig auftretende stressinduzierte Symptome sind:

  • wiederkehrende Infekte
  • Allergien & Heuschnupfen
  • Magen- und sonstige Verdauungssymptome
  • Konzentrationsschwäche, Gedankenflucht
  • ständige Müdigkeit, depressive Verstimmung
  • häufiger Harndrang
  • zu wenig oder zu viel Appetit
  • verstärkter Bedarf an Drogen, Nikotin, Alkohol, Kaffee oder anderen Stimulantien
  • ständige kleinere Verletzungen oder chronische „Wehwehchen“, die trotz guter Behandlung nicht abheilen
  • Zittern, nervöse Ticks, Stottern
  • Migräne, prämenstruelles Syndrom (PMS)
  • Nacken- oder Kreuzschmerzen mit entsprechenden Verspannungen der Schulter- und Wirbelsäulenmuskulatur („mir sitzt die Angst im Nacken“)
  • nächtliches Knirschen der Zähne mit daraus folgenden Kiefergelenksschmerzen, Schlafstörungen, Gereiztheit, ständiger Unlust und sonstigen nicht üblichen psychischen Symptomen

Eustress und Disstress

Wenn wir über Stress sprechen, dann ist es wichtig, dass wir zwischen zwei Formen von Stress unterscheiden:

  • Eustress = positiver Stress, d.h. alles, was wir gerne machen bzw. was unser Leben bereichert und uns gut tut!
  • Disstress = negativer Stress, d.h. alles, was wir nicht gerne tun bzw. was schlecht für uns ist und uns nicht guttut

Vereinfachend gesagt sollte es das Ziel jedes Menschen sein, möglichst viel Eustress und möglichst wenig Disstress zu haben.

Wie schaffe ich es, mehr Eu- als Disstress zu haben?

Es wird wohl jedem einleuchten, dass es gesundheitsförderlicher ist, mehr positiven als negativen Stress im Leben zu haben. Dennoch ist es für viele von uns schwer danach zu leben. Oftmals brauchen wir erst einen „Schuss vor den Bug“ in Form einer Krankheit, die wir nicht länger wegignorieren können, damit wir etwas ändern. Hier ein paar Tipps, wie wir etwas für uns tun können, bevor aus vorübergehenden Symptomen zwingend chronische Erkrankungen werden müssen:

  • Lerne, zwischen deinem eigenen Eu- und Distress zu unterscheiden.
  • Analysiere deine Probleme genau.
  • Überanstrenge und verkrampfe dich nicht, sondern lerne dein eigenes
    individuelles Ruhebedürfnis kennen und folge ihm.
  • Vermeide Kochsalz, da es nachweislich die Folgen des Stresses verschärft,
    verwende stattdessen Kaliumsalz (Kcl).
  • Herdsanierung: Behebe schwelende Krankheitsherde wie z.B. tote Zähne. Sie stellen einen gehörigen Distress für den Körper dar.
  • Vermeide einseitige Belastungen: Der Körper will gerne Stress auf einem
    Gebiet (z.B. körperlich anstrengende Arbeit) durch Stress auf einem anderen
    Gebiet ausgleichen (z.B. durch Lesen oder Musizieren, also geistige Tätigkeiten). Bei zu viel lokalem Stress braucht der Körper also Ablenkung oder Diversifikation
    (= andere Tätigkeiten). Bei zu viel Gesamtstress braucht der Körper dagegen Ruhe.
Author: Alexander Mallok
Tags: Salutogenese