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Erschöpfung im Blut

Veröffentlicht am:

„Alles, was erschöpft, schlägt sich im Innern nieder.“ (James Tyler Kent)

Ursachen für Erschöpfung

Du fühlst dich erschöpft und müde, ausgelaugt und schlapp? Erschöpfung zeigt sich auch im Blut. So kommt das Gefühl von bleierner Müdigkeit häufig durch einen Mangel an lebenswichtigen Substanzen zustande. Ob Vitamine, Mineralstoffe oder Spurenelemente: Hat der Körper davon zu wenig zur Verfügung, sind wir nicht leistungsfähig. Eine Labor-Kontrolle von Vitamin B12, Folsäure, Zink, Selen etc. kann mögliche Mängel aufdecken und somit sinnvoll sein, wenn wir uns nicht im vollen Besitz unserer Kräfte fühlen.

Ursachen für Vitamin-, Mineralstoff oder Spurenelementemangel

Zu den oben genannten Mängeln kann es kommen

1. weil zu wenig Vitamine, Mineralstoffe und/oder Spurenelemente in der zugeführten Nahrung vorhanden sind, vor allem in industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln

2. weil die Aufnahme der Vitamine, Mineralstoffe und/oder Spurenelemente aus der Nahrung gestört ist, z.B. durch chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

3. weil ein besonders hoher Bedarf an den genannten Substanzen vorliegt, beispielsweise bei Dauerstress, akuten Infekten oder auch Schwangerschaften.

Die Erschöpfungsspirale anhand eines Beispiels

Am besten lässt sich eine mögliche Erschöpfungsspirale anhand eines beispielhaften Falles erklären. Ein Mann, 34 Jahre, Vater von 3 Kindern, arbeitet als Erzieher mit 20 Wochenstunden im Angestelltenverhältnis und kümmert sich ansonsten zu großen Anteilen um die Betreuung der Kinder, den Haushalt und die Verköstigung seiner Familie. Seine Frau, 38 Jahre, arbeitet selbstständig in eigener Kanzlei und ist somit die Hauptverdienerin. Gelegentlicher Stress ist positiv, doch Anforderungen, wie sie sich unser Beispiel-Mann ausgesetzt sieht, meistern einige über Jahre hinweg ohne Unterstützung und Pause.

Erschöpfung und die Nebennieren

Die Nebenniere ist das Organ, welches uns durch den Tag bringt. Sie sorgt dafür, dass wir angemessen auf Situationen reagieren. Sind wir anhaltendem Stress ausgesetzt, so konzentrieren sich die Nebennieren zunehmend auf die Produktion von Cortisol. Als wir noch in einer Höhle wohnten kam uns dieser Mechanismus zu Gute und sicherte nicht zuletzt sogar unser Überleben. Denn wenn sich der große Bär vor unserer Höhle aufbaute war es erforderlich, schnell reagieren zu können. Im oben beschriebenen Beispiel gerät das Leben unseres Beispiel-Patienten jedoch nicht nur kurzfristig aus der Bahn, sondern es wird von Dauerstress bestimmt.

Wie sich Dauerstress auf unsere Gesundheit auswirkt

Bei Dauerstress wird entsprechend viel Cortisol ausgeschüttet, was die Leber dazu veranlasst, mehr Glukose ins Blut abzugeben, um ausreichend Energie in Stresssituationen bereitstellen zu können. Der Zuckerspiegel im Blut steigt. Das bleibt unserer Bauchspeicheldrüse nicht verborgen. Veranlasst durch den hohen Blutzuckerspiegel schüttet sie nun eine hohe Menge Insulin aus, denn der Zucker wird in unseren Zellen benötigt, und Insulin schleust ihn in die Körperzellen ein. Die Insulinrezeptoren an unseren Zellmembranen werden permanent stimuliert, und es kommt langfristig zu einer Insulinresistenz dieser Rezeptoren. Früher oder später sind die Nebennieren dann erschöpft. Der Cortisol-Spiegel sinkt, und wir bemerken das, indem wir den Herausforderungen des Alltags immer weniger gewachsen sind. Die Nebennierenschwäche gehört mittlerweile zu den typischen Zivilisationskrankheiten. Typische Symptome sind z.B. Erschöpfung und Niedergeschlagenheit, Dünnhäutigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten,  Gewichtsprobleme, Herzklopfen, Blutdruckschwankungen, Haarausfall, erhöhte Infektanfälligkeit, verzögerte Wundheilung und eine vermehrte Lust auf Süßigkeiten durch Unterzuckerung (Hypoglykämie).

Erschöpfung im Labor

Im Labor gibt eine Kontrolle des Cortisols in diesen Fällen wertvollen Aufschluss. Des Weiteren können auch reduzierte Kalium-, Natrium-, Magnesium- und Kupferwerte ein Hinweis auf eine erschöpfte Nebenniere sein. Auch ein Blick auf die Schilddrüse ist in diesem Zusammenhang lohnenswert. Eine genaue Diagnostik verschafft Klarheit, ganz nach dem Motto: „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!“ Unser Blut sagt uns eine Menge, und wenn wir hinschauen- und hören, dann können wir schnell wieder in unsere Kraft zurückkommen. Wenn du dich für eine ganzheitliche Laboranalyse interessierst oder Fragen dazu hast, dann kontaktiere gern die Autorin, Inken Sözbir, Teil des interdisziplinären Teams in der Heil- und Chiropraxis. Mehr zu ihrer Arbeit erfährst du hier. Inken hat für die Gesundheits-Experten auch schon einige andere Texte verfasst, unter anderem hier zu dem spannenden Thema „Vitamin D im Winter“.