Heilpraktiker Logo
Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages
×
Kennstdueinen Icon White Kennstdueinen Icon White

Kinderheilkunde als Ergänzung zur Schulmedizin

Veröffentlicht am:

„Für Kinder ist das Beste gerade gut genug.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

Kinderheilkunde – für wen und wann?

Wann besucht ein Kind eigentlich einen Heilpraktiker? Für wen ist Kinderheilkunde gedacht? Wann lohnt sich eine alternativmedizinische Konsultation? Diese Fragen werden mir und meinen Kollegen/- innen immer mal wieder gestellt. Öfters stellt sich dann im Gespräch heraus, dass zu diesen Fragen in den Köpfen einiger Erwachsener bereits ein zusammengereimtes Bild der typischen kleinen Patienten/- innen besteht. Einige trauen sich, mit mir ehrlich über ihre Vorurteile zu sprechen. Im folgenden daher eine kleine Zusammenfassung der Aussagen, die mir in diesem Zusammenhang des Öfteren begegnen:

Es muss wohl ein Kind sein

  • das lange gestillt wurde
  • das frei von jeglichen Impfungen ist
  • das in den Waldkindergarten geht oder die freie Schule besucht
  • das alle Kinderkrankheiten und Infekte ohne Antibiotika überwunden hat
  • das nur ökologische Fairtrade-Klamotten trägt und mindestens kinnlanges Haar hat
  • dessen Eltern in einer Art Kommune auf einem Ökohof wohnen
  • dessen Eltern kein Untersuchungsheft vom Kinderarzt besitzen

Jeder ist willkommen

Da ich tatsächlich schon von Eltern gefragt wurde, ob ich ihr Kind als Patient aufnehme, obwohl es geimpft ist, möchte ich hier direkt mit all diesen Irrtümern aufräumen. Ich möchte mich sogar ganz klar von diesen Klischees distanzieren. Denn abgesehen davon, dass ich generell nichts von Vorurteilen und einem Schubladendenken halte, entspricht keine der oben genannten Beschreibungen den Erfahrungen aus meinem Praxisalltag. Ob lange gestillt oder eben nicht, jeder ist willkommen.

Schwerpunkte in der Kinderheilkunde

In meine Praxis kommen Kinder und Eltern mit den unterschiedlichsten Hintergründen und gesundheitlichen Vorgeschichten, die Unterstützung in den verschiedensten Bereichen suchen. Hier einige Beispiele für Symptomatiken, mit denen Eltern mit ihren Kindern zum Heilpraktiker gehen:

  • Infektanfälligkeit
  • Allergien
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Schlaflosigkeit
  • Unruhe
  • Schulstress
  • Erschöpfung
  • Gewichtsprobleme
  • Zahnungsbeschwerden bei Säuglingen
  • Verstopfung/Blähungen
  • Akne und vieles mehr

Die Liste ist lang, und für mich bedeutet das immer, besonders aufmerksam zu sein. Es gilt genau zuzuhören und abzufragen. Für eine ausführliche Anamnese und Diagnostik nehme ich mir daher immer sehr viel Zeit.

Mehrwert einer ganzheitlich alternativmedizinischen Begleitung für ihr Kind

Naturheilkundliche Therapiekonzepte beeinflussen positiv die Selbstregulation im Körper des Kindes. So kann zum Beispiel durch die Stärkung der Darmschleimhaut die Infektanfälligkeit verbessert werden. Die Vorteile einer interdisziplinären Praxis wie der Heil- & Chiropraxis liegen darüber hinaus auf der Hand: Teilaspekte wie Kinderosteopathie, Reflexintegration bei Kindern, Rückbildungskurse und Erste Hilfe am Kind finden unter einem Dach statt und ergänzen bzw. erweitern somit den kinderheilkundlichen Ansatz.

Kinderheilkunde als Ergänzung zum Arztbesuch: Warum Schul- und Alternativmedizin Hand in Hand gehen sollten

Ein deutliches Wort zum Schluss: Der Besuch beim Heilpraktiker ersetzt nicht den Besuch beim Kinderarzt. Im Gegenteil: Es ist mir ganz wichtig zu sagen, dass es KEIN entweder oder gibt, wenn es darum geht, ihrem Kind die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen. Aufklärungsgespräche zum Thema Impfen und die Vorsorgeuntersuchungen sollten alle Eltern regelmäßig vom Kinderarzt durchführen lassen. Denn nichts liegt uns allen doch mehr am Herzen als die Gesundheit unserer Kinder. Als Heilpraktikerin habe ich mich an das Infektionsschutzgesetz zu halten. In diesem Gesetz sind übertragbare, auch meldepflichtige Erkrankungen detailliert notiert. Hier besteht für mich als Heilpraktikerin ein Behandlungsverbot. Ein akut krankes Kind gehört somit in jedem Fall und zu jeder Zeit zum Kinderarzt.

Dieser Artikel wurde von Heilpraktikerin und Kinderheilkundlerin Inken Sözbir verfasst. Inken ist Teil des interdisziplinären Teams in der Heil- und Chiropraxis. Du findest auf diesem Blog noch weitere Texte von ihrer, unter anderem hier und hier.